Im VCP-Stamm Alfons Beil wird die Stammesleitung, also der Vereinsvorstand, jedes Jahr neu gewählt. Für gewöhnlich besteht er aus zwei bis drei Personen. Im Herbst wurden Hannah Wößmann und Katherine Plummer in dieses Amt gewählt. Zeit, sich einmal mit einer von ihnen zu unterhalten! Das Interview führte Noah Kriesch, selbst Gruppenleitung.
Was macht eigentlich eine Stammesleitung?

Noah: Hannah, du bist Stammesleitung im VCP-Stamm Alfons Beil. Was hat dich da so hingeführt, weshalb machst du das?
Hannah: Ich bin schon lange bei den Pfadis [geläufige Abkürzung für Pfadfinder*innen] und habe schon verschiedene Aufgaben übernommen. Seit mehreren Jahren bin ich Gruppenleitung und nun auch bereits über ein Jahr Schatzmeisterin im Stamm. Stammesleitung bin ich geworden, weil ich noch andere Einblicke in die Stammesarbeit gewinnen und andere Aufgaben im Stamm übernehmen wollte.
N: Warum macht dir dieses Ehrenamt so viel Spaß?
H: Gemeinsam Abenteuer in der Natur zu erleben ist einfach ein tolles Gefühl! Das möchte ich gerne auch anderen ermöglichen. Am liebsten organisiere ich coole Aktionen mit. Wenn die gut laufen und alle Spaß daran haben, ist das einfach wunderbar!
N: Einmal angenommen, ich wäre selbst noch kein Pfadi. Wenn ich nun überlegen würde, mich bei den Pfadis zu engagieren, was würdest du mir raten?
H: Einfach mal vorbeikommen! Dann kannst du mitmachen und schauen, ob du Spaß daran hast. Am einfachsten geht das, wenn du uns eine E-Mail an info@vcp-hd.de schreibst oder jemanden von uns direkt ansprichst: dann laden wir dich zu unserer nächsten Leitungsrunde ein. Beziehungsweise, wenn du noch unter 17 bist, bist du herzlich in der entsprechenden Gruppenstunde willkommen. Unsere Gruppen findest du auf unserer Website unter www.vcp-hd.de.
N: Klingt cool! Dann würde ich das auf jeden Fall machen, wenn ich noch kein Pfadfinder wäre;) Was machst du so neben den Pfadis in deiner Freizeit?
H: Ich spiele Klarinette in einem Orchester. Und ansonsten treffe ich mich gerne mit Freund*innen und koche.
N: Hast du einen Lieblings-Pfadi-Moment, der dich besonders geprägt hat?
H: Wirklich nur einen Moment gibt es nicht. Die letzte Bezirkshütte war sehr schön: Mit anderen Leitungen ein Wochenende auf einer einfachen Hütte im Wald zu verbringen, über dem Feuer zu kochen und sonst nur wenig zu tun zu haben, tat gut. Während des letzten Bundeslagers waren wir zudem mit meiner damaligen Sippe, so nennt man die älteren Gruppen, wandern und haben an einem Moorsee übernachtet. Sowohl am Abend als auch am nächsten Morgen waren wir darin baden. Das war auch eine tolle Erfahrung! Über all die Jahre habe ich bei den Pfadis gelernt, wie man Teamarbeit gut strukturiert und Veranstaltungen vernünftig organisiert. Aber das geschah nicht mit einem Mal, sondern durch das schrittweise Übernehmen von Verantwortung, wie es bei uns üblich ist.
N: In der Stammesleitung sind du und Katherine zu zweit – damit tragt ihr die Verantwortung für etwas mehr als 100 Mitglieder. Aber was genau macht ihr da konkret?
H: Wir kommunizieren sehr viel – sowohl mit den Eltern als auch mit der Gemeinde sowie unserem Landes- und Bundesverband. Dafür schreiben und beantworten wir ganz viele E-Mails. Des Weiteren behalten wir einen Überblick über ganz viele Dinge. Zum Beispiel über unsere Mitglieder: welchen Gruppen geht es gerade gut, wo wird vielleicht Unterstützung benötigt? Wir achten auch darauf, dass alle nach einer Probezeit bei uns Mitglied werden. Das ist für uns wichtig, weil sich unser Verband nur so auch nachhaltig aufstellen kann. Gleichzeitig schauen wir immer, welche Aktionen gerade laufen und vor- oder nachbereitet werden müssen. Dabei delegieren wir ganz viel. Pfadfinden funktioniert nur, wenn alle Stammesmitglieder mit anpacken: es braucht Menschen für das Programm, das Material, die Einladung und Anmeldung und so weiter. Als Stammesleitung achten wir darauf, dass alles läuft.
N: Wie erwähnt ist unser Stamm relativ groß – im VCP-Land Baden gehören wir zu den Top 3. Das heißt auch, dass es bei uns sehr viel Vielfalt gibt. Was schätzt du am meisten am Stamm Alfons Beil?
H: Es gibt einige Menschen bei uns, die unglaublich motiviert sind. Dadurch entstehen immer wieder tolle Sachen. Im letzten Sommer haben wir zum Beispiel den Gruppenraum renoviert: neuer Anstrich, neue selbst gebaute Regale – sowas macht in der Gemeinschaft richtig viel Spaß.
N: Dieses Interview findet kurz vor der Waldweihnacht und Friedenslichtaussendung statt, einem der jährlichen Höhepunkte des Stammeslebens.
H: Das ist richtig! Bei der Waldweihnacht feiern wir nach einer besinnlichen Fackelwanderung durch den Wald die Stufenübergänge. Neue Mitglieder legen ihr Pfadfinder*innen-Versprechen ab und erhalten dafür ihr erstes Halstuch. Wenn Kinder und Jugendliche in eine neue Altersstufe kommen, erneuern sie dann ihr Versprechen und erhalten auch ein neues Halstuch. Diese Stufenübergänge werden immer vom ganzen Stamm gemeinsam gefeiert – entweder bei größeren Lagern wie dem Pfingst- oder dem Bundeslager oder eben im Winter bei der Waldweihnacht. Für den Übergang in eine neue Stufe gibt es aber keine Prüfungen oder Aufgaben, die erledigt werden müssen. Wenn man sein Versprechen abgibt, überlegt man sich vorher, was einem am Herzen liegt und wofür man sich einsetzen möchte. Dafür reichen dann manchmal auch ein paar Sätze, gerade bei den jüngeren Kindern.
N: Gibt es noch irgendetwas, das du den Lesenden dieses Interviews mitteilen möchtest?
H: Pfadfinden ist unglaublich vielseitig. Von ein paar Aktionen habe ich ja schon erzählt. Daneben gehen unsere Gruppen noch auf Fahrt, also Wandern, fahren auf Lager und nehmen an Wochenendaktionen teil. Das sind dann z.B Hüttenwochenenden, sprich man fährt in ein Haus, macht dann dort Programm, kocht und singt abends oft am Lagerfeuer. Wir leben von der Gemeinschaft und dem Abenteuer. Als Erwachsene*r übernimmt man zwar schrittweise mehr Aufgaben im Hintergrund – aber es ist nie zu spät, selbst Pfadfinder*in zu werden.
Hannah: Ich bin schon lange bei den Pfadis [geläufige Abkürzung für Pfadfinder*innen] und habe schon verschiedene Aufgaben übernommen. Seit mehreren Jahren bin ich Gruppenleitung und nun auch bereits über ein Jahr Schatzmeisterin im Stamm. Stammesleitung bin ich geworden, weil ich noch andere Einblicke in die Stammesarbeit gewinnen und andere Aufgaben im Stamm übernehmen wollte.
N: Warum macht dir dieses Ehrenamt so viel Spaß?
H: Gemeinsam Abenteuer in der Natur zu erleben ist einfach ein tolles Gefühl! Das möchte ich gerne auch anderen ermöglichen. Am liebsten organisiere ich coole Aktionen mit. Wenn die gut laufen und alle Spaß daran haben, ist das einfach wunderbar!
N: Einmal angenommen, ich wäre selbst noch kein Pfadi. Wenn ich nun überlegen würde, mich bei den Pfadis zu engagieren, was würdest du mir raten?
H: Einfach mal vorbeikommen! Dann kannst du mitmachen und schauen, ob du Spaß daran hast. Am einfachsten geht das, wenn du uns eine E-Mail an info@vcp-hd.de schreibst oder jemanden von uns direkt ansprichst: dann laden wir dich zu unserer nächsten Leitungsrunde ein. Beziehungsweise, wenn du noch unter 17 bist, bist du herzlich in der entsprechenden Gruppenstunde willkommen. Unsere Gruppen findest du auf unserer Website unter www.vcp-hd.de.
N: Klingt cool! Dann würde ich das auf jeden Fall machen, wenn ich noch kein Pfadfinder wäre;) Was machst du so neben den Pfadis in deiner Freizeit?
H: Ich spiele Klarinette in einem Orchester. Und ansonsten treffe ich mich gerne mit Freund*innen und koche.
N: Hast du einen Lieblings-Pfadi-Moment, der dich besonders geprägt hat?
H: Wirklich nur einen Moment gibt es nicht. Die letzte Bezirkshütte war sehr schön: Mit anderen Leitungen ein Wochenende auf einer einfachen Hütte im Wald zu verbringen, über dem Feuer zu kochen und sonst nur wenig zu tun zu haben, tat gut. Während des letzten Bundeslagers waren wir zudem mit meiner damaligen Sippe, so nennt man die älteren Gruppen, wandern und haben an einem Moorsee übernachtet. Sowohl am Abend als auch am nächsten Morgen waren wir darin baden. Das war auch eine tolle Erfahrung! Über all die Jahre habe ich bei den Pfadis gelernt, wie man Teamarbeit gut strukturiert und Veranstaltungen vernünftig organisiert. Aber das geschah nicht mit einem Mal, sondern durch das schrittweise Übernehmen von Verantwortung, wie es bei uns üblich ist.
N: In der Stammesleitung sind du und Katherine zu zweit – damit tragt ihr die Verantwortung für etwas mehr als 100 Mitglieder. Aber was genau macht ihr da konkret?
H: Wir kommunizieren sehr viel – sowohl mit den Eltern als auch mit der Gemeinde sowie unserem Landes- und Bundesverband. Dafür schreiben und beantworten wir ganz viele E-Mails. Des Weiteren behalten wir einen Überblick über ganz viele Dinge. Zum Beispiel über unsere Mitglieder: welchen Gruppen geht es gerade gut, wo wird vielleicht Unterstützung benötigt? Wir achten auch darauf, dass alle nach einer Probezeit bei uns Mitglied werden. Das ist für uns wichtig, weil sich unser Verband nur so auch nachhaltig aufstellen kann. Gleichzeitig schauen wir immer, welche Aktionen gerade laufen und vor- oder nachbereitet werden müssen. Dabei delegieren wir ganz viel. Pfadfinden funktioniert nur, wenn alle Stammesmitglieder mit anpacken: es braucht Menschen für das Programm, das Material, die Einladung und Anmeldung und so weiter. Als Stammesleitung achten wir darauf, dass alles läuft.
N: Wie erwähnt ist unser Stamm relativ groß – im VCP-Land Baden gehören wir zu den Top 3. Das heißt auch, dass es bei uns sehr viel Vielfalt gibt. Was schätzt du am meisten am Stamm Alfons Beil?
H: Es gibt einige Menschen bei uns, die unglaublich motiviert sind. Dadurch entstehen immer wieder tolle Sachen. Im letzten Sommer haben wir zum Beispiel den Gruppenraum renoviert: neuer Anstrich, neue selbst gebaute Regale – sowas macht in der Gemeinschaft richtig viel Spaß.
N: Dieses Interview findet kurz vor der Waldweihnacht und Friedenslichtaussendung statt, einem der jährlichen Höhepunkte des Stammeslebens.
H: Das ist richtig! Bei der Waldweihnacht feiern wir nach einer besinnlichen Fackelwanderung durch den Wald die Stufenübergänge. Neue Mitglieder legen ihr Pfadfinder*innen-Versprechen ab und erhalten dafür ihr erstes Halstuch. Wenn Kinder und Jugendliche in eine neue Altersstufe kommen, erneuern sie dann ihr Versprechen und erhalten auch ein neues Halstuch. Diese Stufenübergänge werden immer vom ganzen Stamm gemeinsam gefeiert – entweder bei größeren Lagern wie dem Pfingst- oder dem Bundeslager oder eben im Winter bei der Waldweihnacht. Für den Übergang in eine neue Stufe gibt es aber keine Prüfungen oder Aufgaben, die erledigt werden müssen. Wenn man sein Versprechen abgibt, überlegt man sich vorher, was einem am Herzen liegt und wofür man sich einsetzen möchte. Dafür reichen dann manchmal auch ein paar Sätze, gerade bei den jüngeren Kindern.
N: Gibt es noch irgendetwas, das du den Lesenden dieses Interviews mitteilen möchtest?
H: Pfadfinden ist unglaublich vielseitig. Von ein paar Aktionen habe ich ja schon erzählt. Daneben gehen unsere Gruppen noch auf Fahrt, also Wandern, fahren auf Lager und nehmen an Wochenendaktionen teil. Das sind dann z.B Hüttenwochenenden, sprich man fährt in ein Haus, macht dann dort Programm, kocht und singt abends oft am Lagerfeuer. Wir leben von der Gemeinschaft und dem Abenteuer. Als Erwachsene*r übernimmt man zwar schrittweise mehr Aufgaben im Hintergrund – aber es ist nie zu spät, selbst Pfadfinder*in zu werden.





